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Folker 2/2017, März-April 2017 - Magazin für Folk, Lied & Weltmusik
Seite 62-63, www.folker.de
"Pascal Gamboni & Rees Coray: Warme Klänge aus Graubünden an der Elbe"
von Imke Staats


Warme Klänge aus Graubünden an der Elbe


Pascal Gamboni & Rees Coray


Kulturcafé Komm du,
Hamburg-Harburg, 16.1.2017


© www.folker.de

Sonst gibt’s hier montags nix live – aber wir machen ’ne Ausnahme“, sagt Mensen
Chu, neben Britta Barthel Chef des Kulturcafés Komm du. Zur Ausnahme gereicht
der Hamburg-Stopp des Duos Pascal Gamboni & Rees Coray während ihrer Tour zum neuen
Album Veta Gloriusa. Hamburg? Da machen viele Hamburger einen Unterschied. Dies ist
Harburg, südlich der Elbe, abseits von St. Pauli, fern der Elbphilharmonie. Das gemütliche
Café und seine familiäre, fürsorgliche und engagierte Leitung haben sich in der Musikszene
herumgesprochen. Mögen sich auf der anderen Seite des Flusses die Konzertschuppen
aneinanderreihen, ins Komm du kommt man gern. Der solide Tresen erinnert an Zeiten,
als das Lokal noch „Gerichtsklause“ hieß und man das nahe Amtsgericht mit Kafee und
Mittagstisch versorgte.
Diesem Brauch ist man treu geblieben: Das Komm du öfnet früh, backt lecker und kocht
frisch. Seit vier Jahren macht es seinem Namen Ehre durch regelmäßige Ausstellungen,
Lesungen, Vorträge und kenntnisreich ausgewählte Konzerte. Dabei zehrt es direkt an
der viel befahrenen Buxtehuder Straße nahe der Autobahn und einem Rotlichtetablissement
vis-à-vis nicht von einer attraktiven Lage.



Sogar an diesem bitterkalten Abend sind alle Tische vor der Bühne besetzt, von Stamm-
gästen und "überelbisch" angereisten Fans. Auf der schlichten Bühne stehen der vierzig-
jährige Songwriter Pascal Gamboni mit seiner Gitarre und der Jazzer Rees Coray mit
einem Kontrabass, im Hintergrund unterstützt ein per Beamer projiziertes Kaminfeuer die
warme Ausstrahlung des Klangs. Die intime Kammeratmosphäre passt perfekt. Der
Schweizer Gamboni, der bis vor Kurzem in London lebte, mischt englische und
rätoromanische-surselvische Texte. Romanisch, wie er es nennt, sprechen nur um
die 60.000 Menschen. Dankenswerterweise übersetzt er vorab das Wichtigste oder leitet
die Lieder mit passenden Anekdoten aus dem Leben in den Bergtälern des Engadin ein.
Da fällt es leicht, sich in eine Stimmung zu versetzen, wie sie etwa an einem
malerischen Bergsee herrscht. Oder im Auto, wenn die ganze Familie stundenlang in
die nächste Stadt fährt - wohlige Monotonie. Das spiegelt sich auch im Rhythmus wider.
Dass Liederschreiben seit je die große Leidenschat des Sängers ist, ahnt man ob der
poetischen Art - refrainreich, repetitiv, der Text selbst ist schon fast Musik. Die
Melodien sind warm und schlicht, ab und zu etwas folkloristisch durchsetzt, dann wieder
jazzig - zumindest, wenn Gamboni mit Coray spielt. Nach durchspieltem "Gloriosen Leben",
so die Übersetzung des Albumtitels, lassen sich die beiden nicht lange bitten und geben
freiwillig sechs Zugaben. Das Publikum weiß: Alles richtig gemacht an diesem freundlichen
Abend. Und das Duo dankt.


IMKE STAATS


pascalgamboni.ch
reescoray.com
komm-du.de

© Folker 2017
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion




Live-Mitschnitt


Les Hommes du Swing



Ein kleiner Ausschnitt aus dem großartigen Premierenkonzert von Les Hommes du Swing
am 13. Mai 2016 im Kulturcafé Komm du. Es spielen Jeffrey Weiss (Gitarre),
Roberto Weiss (Gitarre), Jordan Rodin (Geige) und Axel Burkhardt (Bass).





(Video: © 2016 by Les Hommes du Swing
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Jordan Rodin)




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Stader Tageblatt vom 5. April 2016:
"Erst Mittagstisch und dann Kultur" von Martin Sonnleitner



© Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG - veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion

© Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion




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Hamburger Abendblatt vom 8. Februar 2016:
"Kombi aus Kuchen und Kultur" von Susanne Rahlf



© Hamburger Abendblatt 2016 - veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion

© Hamburger Abendblatt 2016
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion












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